So federleicht, wie übertitelt, ist das letzte Posting mit seinen Empfehlungen nicht herausgekommen. Der freie Lauf ist für Ferien & Hitze besser geeignet. Tagträumen bringt Brände in Europa, die Strasse von Hormuz, die Investition von 1 Mia Franken in den (Ferien-) Flughafen Zürich, die Vorstellung des bisher schwersten SUV von Audi und El Nino als grosses Durcheinander auf unseren inneren Bildschirm. Klimaschläuche kriechen aus halb geöffneten Fenstern. In Paris wird wenigstens gesehen, dass wenn das jeder Einzelne tut, sich die Stadt aller dadurch enorm aufheizt. In New York sind das gegenüber dem Umland seit Jahrzehnten 10°C. Erhellend ist darum der Spruch «What you see is all there is” aus einem Buch von Daniel Kahneman. Er sagt, dass für jeden nur das gerade Sichtbare Realität ist; das was auf dem Tisch liege. Und da in unserer Welt gleichzeitig so viel läuft, kommt es zu einem Turm zu Babel. Alle reden drauflos und das Ganze hat das Nachsehen.
Unter dem Titel «Der fantastische Realismus» sagten die französischen Forscher Louis Pauwels und Jacques Bergier aus, dass sich die Realität nicht darum kümmere, was der Mensch von ihr halte oder erwarte. Sie bestehe einfach, könne durch uns aber kaum je vollständig eruiert werden. In Instagram-Postings warb der Tages-Anzeiger kürzlich für Diversität. «zuerivitruv» schrieb dazu: «Bringt die Ausbreitung der Meinungsvielfalt die Entstehung einer kulturell wertvollen Volonté Générale in Bedrängnis?» Die Unzahl von bedrohlichen Geschehnissen und Fehlverhalten legen uns nahe, zunehmende Diversität zu Gunsten des Ganzen einstweilen beiseite zu legen und gemeinsam an einer «Volonté Générale» zu arbeiten. Eine sinnvolle Gestalt, statt einem Meer zerriebener Körner.
Dazu gehören die Bereiche Energie/Klima/CO2 und da Zürich schon viel zu lange Familien und Kinder in Hochhäuser stapelt, die Realisierung geeigneter und menschenwürdiger Wohnformen. Etwas breiter: ein vollständiger «Reset» für die Stadtzürcher Baupolitik.